Sexualität und Pflege
Lange Zeit wurde das Thema „Sexualität und Pflege“ tabuisiert. Dabei hat jeder - auch jeder pflegebedürftige - Mensch von Natur aus sexuelle Bedürfnisse. Erst in letzter Zeit rückt das Thema stärker in den Fokus von Pflege und Gesellschaft. Denn Intimität, Berührungen sowie das Ausleben der eigenen sexuellen Bedürfnisse sind auch für pflegebedürftige Menschen ein wichtiger Bestandteil eines erfüllten Lebens sowie Voraussetzung für die sexuelle Gesundheit.
Wenn Sexualität plötzlich nicht mehr privat ist
Ein Unfall oder eine schwere Erkrankung können zur Folge haben, dass ein Mensch seine Sexualität nicht mehr ohne fremde Assistenz ausleben kann. Damit wird die Sexualität des Betroffenen von einer rein privaten zu einer über das Private hinausgehenden Angelegenheit, in die unter anderem Angehörige und Pflegekräfte, also Personen mit großer Nähe und täglichem Kontakt zum Betroffenen, involviert sind.
Gibt es eine sexualfeindliche Tradition in der Pflege?
Sonja Kleinevers ist studierte Pflegewissenschaftlerin und hat sich intensiv mit dem Thema „Sexualität und Pflege“ auseinandergesetzt. In ihren Augen hat Pflege eine „sexualfeindliche Tradition“.
Doch woher kommt diese Tradition? Kleinevers suchte nach Antworten und fand sie unter anderem in der weit zurückliegenden Vergangenheit. Genauer gesagt im Mittelalter. Damals wurden heilkundige Frauen unterdrückt und als Hexen verfolgt – zu Gunsten der durch die christliche Kirche unterstützten männlichen Medizin. Das in dieser Zeit initiierte Abhängigkeits- und Unterordnungsverhältnis der vor allem weiblich besetzten Pflege gegenüber der modernen Medizin wirkt bis in die heutige Zeit nach.
Aber nicht nur im fernen Mittelalter sieht Sonja Kleinevers Ursachen für die sexualfeindliche Tradition. Besonders im 18. und 19. Jahrhundert kam es zu einer „Verweiblichung“ der Krankenpflege. Ausgangspunkt war das damals vorherrschende Idealbild der entsexualisierten, bürgerlichen Frau, die aufopferungsvoll, demütig und sich unterordnend die kranken Menschen versorgte. Das Thema Sexualität hatte in dieser Form von Pflege keinen Platz. Gleichzeitig war Pflege damals eine vorrangig familiäre Angelegenheit. Vor diesem Hintergrund wurde sie per se als asexuell wahrgenommen.
Bis heute, so Kleinevers, gebe es in Pflegeinstitutionen die unausgesprochene Regel, die eigene sexuelle Identität während der Arbeit nicht zu erkennen zu geben und das sexuelle Erleben in der Begegnung mit Pflegebedürftigen für sich selbst als inakzeptabel einzustufen. Es gibt jedoch Gegentendenzen in jüngerer Zeit. Sie fordern und fördern einen offeneren Umgang mit Sexualität in der Pflege.
Pflege nur scheinbar asexuell
Formal gesehen treffen in der Pflege sowie Intensivpflege professionelle Pflegekräfte und Klienten aufeinander. Jenseits dieser sozialen Rollenprofile sind es jedoch Menschen mit komplexen Persönlichkeiten, mit individuellen Wünschen und Bedürfnissen. Sexualität kann in dieser Konstellation in verschiedenen Dimensionen an Bedeutung gewinnen. Der Psychologe Dr. Gerald Gatterer redet hier von "Verquickungen". Er unterscheidet zwischen einer „Verquickung von Sexualität und Pflege im Kontext pflegerischer Aufgaben“ sowie einer „Verquickung von Sexualität und Pflege jenseits pflegerischer Erfordernisse“.
Pflegende und Gepflegte stehen insofern entgegen der historischen Annahme einer „asexuellen Pflege“ im Pflegealltag immer wieder vor der Herausforderung, auszuhandeln, inwieweit Situationen als sexuell bewertet und Annäherungen akzeptiert oder abgelehnt werden.
Deutlich wird dies bei einem genauen Blick auf die täglichen Tätigkeiten der Pflegekräfte. Intensive und intime Kontakte mit den Klienten gehören z. B. bei der Körperpflege dazu. Pflegerisches und sexuelles Handeln haben hier nach Ansicht von Pflegewissenschaftlerin Sonja Kleinevers durchaus Gemeinsamkeiten. In der Folge kann es zu widersprüchlichen Situationen kommen, "weil Pflegende im beruflichen Kontext eine Nähe herstellen, die sonst den Pflegebedürftigen selbst bzw. ihren Partnerinnen und Partnern vorbehalten ist oder gar darüber hinaus geht".
Wie unmittelbar und zugleich sensibel diese Nähe ist, macht Christine Sowinski im Fachmagazin „Die Schwester Der Pfleger“ deutlich: „Pflege ist oft intimer als intim. Pflegende werden Zeugen bei den Ausscheidungsvorgängen ihrer Klienten (...). Sie bekommen im wahrsten Sinne des Wortes alles ‚hautnah’ mit und haben von daher nicht nur eine körperliche, sondern auch eine seelische Nähe zu den zu Pflegenden.“
Wie gehen Angehörige mit Sexualität und Pflege um?
Auch für viele Angehörige ist das Thema „Sexualität und Pflege“ eine schwierige Herausforderung.
Ein Paar lebt wie viele andere Paare in der eigenen Wohnung zusammen. Die Intensivpflegebedürftigkeit des einen Partners hat allerdings zur Folge, dass immer eine Pflegekraft anwesend sein muss. Natürlich wirkt sich dies auf die Sexualität des Paares aus. Das partnerschaftliche Leben und auch das Sexualleben findet schließlich unter Beobachtung statt. Immer wieder wird von Betroffenen über die „Schamblindheit“ von Pflegekräften geklagt.
Erfahrungen zeigen, dass Kinder ungern über die sexuellen Bedürfnisse oder das Sexualverhalten ihrer erkrankten Eltern sprechen. Das kann sogar so weit gehen, dass Bedürfnisse oder Verhaltensauffälligkeiten nicht genannt, verschwiegen oder verniedlicht werden. Roland Brühe vom ehemaligen Online-Magazin „Der Pflegebrief“ spricht in diesem Zusammenhang von "Sprachlosigkeit". Es sei nach wie vor schwierig, so Brühe, hierüber in ein offenes Gespräch zu kommen.
Umso wichtiger ist es, dass Pflegekräfte durch professionelles Handeln gegenüber Klienten und Angehörigen für einen reflektierten und positiven Umgang mit dem Thema Sexualität in der Pflege sorgen.
Professionelles Handeln
Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) gibt im Pflegefachmagazin "Die Schwester Der Pfleger" zehn Handlungsempfehlungen:
1. Freuen Sie sich darüber, dass Ihre Klienten ihre Sexualität ausdrücken.
Sexualität ist ein Ausdruck von Lebensfreude und damit ein wichtiger Indikator für eine lebendige Versorgung.
2. Sorgen Sie dafür, dass Menschen mit Pflegebedarf ihre Privatsphäre schützen können.
Probleme im Umgang mit Sexualität können aus der fehlenden Privatheit eines Klienten resultieren. Dies kann vorkommen, wenn ein Klient in einem Mehrbettzimmer oder in der häuslichen 24-Stunden-Intensivpflege immer den Blicken anderer Menschen ausgesetzt ist.
3. Achten Sie auf Ihre Sprache.
Pflegekräfte sollten sachlich und nicht emotional auf sexuelle Äußerungen von Klienten reagieren und auch bei Übergabegesprächen entsprechend sachlich argumentieren.
4. Schützen Sie sowohl Ihre Klienten als auch Ihre Mitarbeitenden vor sexuellen Übergriffen.
Pflegekräfte sollten darauf achten, dass die Situation des Klienten nicht von anderen Personen ausgenutzt wird Dieser sollte nicht mit sexuellen Handlungen konfrontiert werden, die er in einem anderen Gesundheitszustand ablehnen würde. Genauso wie der Klient müssen auch Kollegen vor sexuellen Belästigungen geschützt werden, sowohl durch Vorgesetzte als auch durch das Team.
5. Achten Sie auch sonst auf die Sicherheit Ihrer Klienten.
Pflegekräfte sollten sicherstellen, dass sich Klienten bei sexuellen Handlungen unter anderem durch verwendete Gegenstände, Hinfallen oder andere Umstände nicht selbst verletzen können.
6. Versachlichen Sie emotional schwierige Situationen.
Pflegekräfte sollten das Schamgefühl der Klienten achten. Beispielsweise indem sie beim Umgang mit Körperflüssigkeiten Handschuhe und Schutzkleidung anlegen. Damit machen sie die Intention ihrer Handlung als professionelle und nicht sexuelle Handlung klar und deutlich.
7. Achten Sie auf Rollentrennung.
Zwischen Klienten und Pflegekraft besteht eine große Nähe. Hier ist eine klare Rollentrennung besonders wichtig. Christine Sowinski bringt das mit den folgenden Worten auf den Punkt: „Gerade weil Pflegepersonen sozusagen 'in der Unterhose' arbeiten, sollten sie nicht diejenigen sein, die auch noch Gespräche über Sexualität führen.“
8. Seien Sie ehrlich.
Bei sexuellen Übergriffen ausgehend vom Klienten, sollten Pflegekräfte klar vermitteln, dass sie Pfleger sind, ohne dass natürliche Bedürfnis des Klienten zu verurteilen.
9. Sorgen Sie dafür, dass Klienten Lebensfreude und Glück erleben können.
Christine Sowinski plädiert dafür, Klienten vor allem Möglichkeiten zu eröffnen, Menschen kennenzulernen.
Eine immer wieder kontrovers diskutierte Option sind Sexualassistenten. Zu diesem Thema vertritt Christine Sowinski eine differenzierte Position: „Immer wieder taucht der Hinweis auf, Sexualassistenten - eine Form der Prostitution - hinzuzuziehen. Wir sprechen uns im Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) nicht direkt gegen Sexualassistenten aus, plädieren aber dafür, es Menschen zu ermöglichen, auf natürlichem Wege ihre Sexualität auszuleben ... .“
10. Trennen Sie Privat- und Berufsleben.
„Nicht nur für die beruflichen Begleiter von Menschen mit Pflegebedarf, sondern auch für pflegende Angehörige ist es wichtig, Auszeiten zu haben“, meint Christine Sowinski. Sie empfiehlt für die Trennung von Arbeit und Freizeit hilfreiche Rituale wie den Verzicht auf berufliche Themen beim Zusammensein nach der Arbeit. Auch pflegenden Angehörigen legt sie Auszeiten nahe, um einem Burnout vorzubeugen.
Die Palliativexpertin Marlis Lamers empfiehlt auf pflegenetzwerk-deutschland.de Pflegefachkräften zudem, sich in Selbstreflexion zu üben. Um Sexualität von pflegebedürftigen Menschen besser zu ermöglichen, sollten sich Fachkräfte vor allem in Pflegeeinrichtungen die Fragen stellen:
"Ist Privatsphäre und Intimität für Pflegebedürftige bei uns überhaupt möglich? Mit welchem Verhalten unterdrücken wir Sexualität unter Umständen sogar? Was hindert Pflegebedürftige bei uns, ihre sexuellen Bedürfnisse auszuleben?"
Unabhängig von diesen Empfehlungen ist es gerade auch für Pflegekräfte in der außerklinischen Intensivpflege eine Herausforderung, den richtigen Weg zwischen Nähe und Distanz zu finden. Gerade hier führt jedoch an einem professionellen Umgang mit dem Thema Sexualität und Pflege kein Weg vorbei. Dies bestätigen auch die Case Manager der GIP: „Erst das Bewusstmachen und die Akzeptanz der Pflegebedürftigen als sexuelle Individuen wird dazu führen, einen Umgang in der Pflege zu finden, welcher zum einen die Sexualität der Klienten ermöglicht und das Pflegepersonal vor Negativerfahrungen schützt.“
Zugänge zu einem professionelleren Umgang gibt es viele. Werfen wir dazu einen genaueren Blick auf das Thema Sexualassistenz.
Wie kann Sexualassistenz pflegebedürftige Menschen unterstützen?
Pflegebedürftige Menschen sollten auf natürlichem Weg ihre Sexualität ausleben können. Nicht immer ergeben sich jedoch die passenden Konstellationen oder Gelegenheiten. Dabei ist sexuelle Selbstbestimmung ein Grundrecht. Eine Chance bietet hier Sexualassistenz bzw. Sexualbegleitung als professionelle Zärtlichkeit.
Eine wichtige Voraussetzung bei dieser Form der Zärtlichkeit ist die sorgfältige Vorbereitung, erläutert Sexualassistent Manuel in einem Beitrag auf mittendrin.fdst.de. So fühle sich der Mensch mit Pflegebedarf oder Behinderung während der Begegnung wirklich sicher und lasse sich nicht von zu hohen Erwartungen leiten.
Wie sieht eine derartige Begegnung im Detail aus? Der Autor Jörg Böckem hat die bekannte Sexualassistentin Nina de Vries in ihrem Arbeitsalltag begleitet und berichtet im Spiegel Wissen darüber. Er schildert die Begegnung der Sexualassistentin mit einem an Demenz erkrankten Mann: „Die beiden ziehen sich für eine Stunde in das Zimmer des Mannes zurück. Im Verlauf dieser Stunde werden sie Tee trinken, Musik hören, reden, lachen. Die Frau wird den Mann massieren, irgendwann werden beide nackt sein, sie werden sich umarmen, anfassen und Josef K. wird einen Orgasmus haben.“
Allerdings setzt sich Nina de Vries für ihre professionelle Zärtlichkeit klare Grenzen. Sie biete Gespräche an, Beratung, aber eben auch Zärtlichkeit und Massagen. Geschlechtsverkehr, Oralsex und Küssen gehörten jedoch nicht zu ihrem Angebot, das sei eine unumstößliche Grenze, berichtet Jörg Böckem im Spiegel.
Zu den Klienten der Sexualassistentin zählen Menschen mit schweren physischen und psychischen Beeinträchtigungen, Schwerst- und Mehrfachbehinderte. In der Regel sind die Klienten männlich.
Nina de Vries sieht ihre Arbeit selbst als Assistenz und Möglichkeit zur Begegnung in einem würdevollen Rahmen. „Sexualassistenz ist eine Dienstleistung für Menschen mit einer Beeinträchtigung, die auch in anderen Lebensbereichen Assistenz benötigen und für die sexuelle Begegnungen sonst schwer möglich sind“, so de Vries gegenüber Jörg Böckem.
Das Ende des Tabuthemas Sexualität?
Lange Zeit wurde Sexualität in der Pflege tabuisiert. Aktuell wird häufiger und offener darüber diskutiert. Eine Studie der Pflegewissenschaftlerin Renate Stemmer zeigt, dass bereits Auszubildende in der Pflege Sexualität als ein selbstverständliches Element in der pflegerischen Begegnung wahrnehmen. Umso mehr erstaunt es, dass das Thema in der Pflegeausbildung oft noch unterrepräsentiert ist. An einem aufgeklärten Umgang mit dem Thema als Teil eines möglichst selbstbestimmten Lebens führt jedoch gerade in der ambulanten Pflege und Intensivpflege kein Weg vorbei. Mittlerweile gibt es daher sogar Pflegedienste, die auch Beziehungs- und Sexualberatungen als Teil ihres Leistungsspektrums anbieten.
Artikel 3: Privatheit
Respektierung von Sexualität, geschlechtlicher Orientierung und Lebensweise
"Grundsätzlich hat jeder Mensch – unabhängig vom Alter und unabhängig vom Ausmaß des Pflege- und Hilfebedarfs – das Recht auf Sexualität, auf Respektierung seiner geschlechtlichen Identität und seiner Lebensweise.
Niemand darf Sie aufgrund Ihrer geschlechtlichen Orientierung diskriminieren. Über die Art und Weise intimer und sexueller Beziehungen und Aktivitäten entscheiden Sie selbst, soweit dadurch die Rechte anderer Personen nicht verletzt werden. Die Möglichkeiten, intime Beziehungen auszuleben, sind allerdings abhängig von den Bedingungen und der Ausrichtung der jeweiligen Einrichtung. So kann es ratsam sein, sich auch in dieser Hinsicht über die Einrichtung vor Abschluss eines Vertrages zu informieren."
Mehr Infos zur Charta unter: www.pflege-charta.de
Sonja Kleinevers: Sexualität und Pflege. Bewusstmachung einer verdeckten Realität, Hannover, 2004
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Hrsg.): Unser Weg in einer inklusive Gesellschaft. Der Nationale Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, Berlin, 2011
Christine Sowinski: Keine Frage des Alters, Sexualität in der Pflege, in: Die Schwester Der Pfleger 09/11
pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e. V. (Hrsg.): Expertise, Sexuelle Assistenz für Frauen und Männer mit Behinderungen, Frankfurt/Main, 2005
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): Sexualität und Behinderung, Themenheft von: Forum Sexualaufklärung und Familienplanung, Köln, 2010
Gerald Gatterer: Sexualität in der Pflege, in: Österreichische Pflegezeitschrift 11/08
Roland Brühe: Sexualität im Krankenhaus, in: Der Pflegebrief 3/2001
Renate Stemmer: Sexualität in der Pflege: Tabu?, in: Heilberufe 1/2002
Jörg Böckem: Die Pionierin, Sex-Dienste im Pflegeheim, in: SPIEGEL Wissen 1/2010
Marie Diete/Christina Dürr: Konzeption?! Arbeit an und mit der Konzeption „Behinderung & Sexualität“ für die Wohneinrichtungen der Spastikerhilfe Berlin eG, in: Nicola J. Maier-Michalitsch, Gerhard Grunick (Hrsg.): Leben pur – Liebe, Nähe, Sexualität bei Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen, Düsseldorf 2011
rechtsdepesche.de/5-fakten-sexualitaet-in-der-pflege
pflegenetzwerk-deutschland.de/sexualitaet-von-pflegebeduerftigen-ernst-nehmen
mittendrin.fdst.de/sexuelle-selbstbestimmung-fuer-menschen-mit-behinderung